Der Westen
Alchemistin · Wasser · Herbst · Wandlung
Der Westen kennt den Herbst, das Fallen der Blätter, die Stürme, das Kürzerwerden der Tage, das weicher werdende Licht und die Schatten, die sich ausstrecken.
Hier beginnt die Natur im Rhythmus des Jahreskreises loszulassen.
Die Alchemistin kennt diese GeZeit. Sie weiß, dass das Leben nicht nur aus Aufbruch, Wachstum besteht und auch nicht bestehen kann. Sie hat geliebt, verloren, getragen und losgelassen. Sie hat erfahren, dass nicht alles bleiben kann und das genau darin Sanftmut und Schönheit liegen.
Das Wasser begleitet diesen Weg und erinnert uns daran, dass Leben Bewegung ist. Wasser fließt um Hindernisse herum, nimmt Abschied, ohne das Vergangene zu verleugnen und findet immer wieder seinen eigenen Weg.
Auch wir gelangen im Leben an solche Schwellen, an Zeiten, in denen wir uns selbst besonders deutlich spüren, wenn etwas zu Ende geht. Manches wartet darauf, gewürdigt und freigegeben zu werden.
So lädt uns der Wesen ein, diesen Übergängen zu begegnen, nicht mit Eile, nicht mit dem Wunsch oder der Erwartung, dass alles schnell weitergeht. Sondern mit der Bereitschaft, zuzuhören, die Wandlung genauer zu betrachten und sie anzunehmen.
Im Westen begleiten uns Rituale, Körperarbeit, Stille und gemeinsames Erleben.
Denn die Alchemistin sammelt die Geschichten ihres Lebens nicht.
Sie wandelt sie.
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