AhnenRaum

Es gab eine Zeit in unserer Gesellschaft, in der die Lebenden ihre Toten kannten. Ihre Namen ausgesprochen und Ihre Geschichten erzählt wurden. Wir wussten, aus wem man hervorgegangen war und dass das eigene Leben ein Teil des größeren Gewebes ist.

Davon wissen wir vieles heute nicht mehr. Namen sind vergessen, Gesichter verblasst und Geschichten verstummt. Es gibt Brüche in unseren Familien, über die nie gesprochen wurde und doch ist nichts davon verschwunden.

Nicht alles wird vererbt, weil darüber gesprochen wurde. Nein, manches wird weitergegeben, gerade weil keine Worte gesprochen wurden.

Doch unsere Ahnen leben weiter. In unseren Knochen. In unserem Blut. In dem, was uns leichtfällt und in dem, was uns herausfordert. Im Gesprochenen und nicht gesprochenen.

Der AhnenRaum ist ein Ort der Erinnerungen.

Nicht, um die Vergangenheit zu verändern, nicht um Antworten auf jede Frage zu finden. Aber um dem zu begegnen, was zu uns gehört. Dem Sichtbaren wie dem Verborgenen, dem was wir kennen, und dem, was keinen Namen mehr trägt.

Der AhnenRaum führt uns nicht durch unsere Familiengeschichten, er geht tiefer, an den Punkt, wo wir erfahren, dass unser Leben schon lange vor unserer Geburt begann.

Erinnerungen, sind oftmals tief in uns vergraben, doch leben sie in uns weiter und zeigen sich in dem, was wir tragen, auch ohne es gewählt zu haben.

Der AhnenRaum öffnet sich für Frauen, die bereit sind ihrer Herkunft zu begegnen. Ohne Erwartung, alles verstehen zu wollen. Doch mit Mut, sich dort berühren zu lassen, wo es um Erinnerung geht.

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